ST. BASILIEUS KATHEDRALE
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Adresse:
Plaza Roja |
Im 16 Jh. befand sich an diesem
Platz eine Steinkirche, der Heiligen Jungfrau geweiht, zusammen mit
einem kleinen Friedhof. Der heilige Vasilius, am 2 August 1555 gestorben
und zu Lebzeiten als törricht betrachtet, wurde nahe dieser Steinkirche
begraben. Am 2. Oktober 1552 eroberten russische Truppen Kazan - die
Hauptstadt des Chanat Kazan. Zur Erinnerung an dieses Ereigniss veranlasste
Zar Ivan der Schreckliche den Bau von 7 Holztempeln auf dem Roten Platz,
wo zwischen 1555 und 1561 eine Steinkirche, benannt nach dem Tag des
Schutzschleiers, errichtet wurde. (Der Angriff auf Kazan begann am Feiertag
des Schutzschleiers, nach zweimonatiger Belagerung). Der Kirchenraum
im zentralen Turm wurde diesem Feiertag gewidmet. Vier Kirchenräume
befinden sich in Türmen der vier Himmelsrichtungen. Der nördliche ist
benannt nach St.Kiprian und Ustina; dies war der Tag der entgültigen
Kapitulation von Kazan. 1786 wurde nach einer Petiton der reichen Geldgeberin
Natalia Hruscheva der Kirchenraum auf den Namen St.Adrian und Natalia
gesegnet. Der südlichen Kirchenraum ist gesegnet auf den Namen Nicola
Velikoretsky, ebenfalls verbunden mit den Kazan Feldzug. Der westliche
Kirchenraum ist gesegnet auf den Namen "Eingang zu Jerusalem", dies
in Zusammenhang mit der feierlichen Rückkehr der Armee nach Moskau.
Der östliche Kirchenraum ist nach der Heiligen Jungfrau gesegnet, transferiert
vom Kathedralenplatz, wo er vorher war.
Die Türme entlang der Diagonale sind den verschiedenen Ereignissen des
Feldzugs gegen Kazan gewidmet: Kirche von Grigory Armyansky (Tag der
Einnahme des Arskaya Turmes) nordwestlich gelegen. Südöstlich die Kirche
von Alexander Svirsky (Eine Meute von 30 tausend Angehörigen der Tataren
Kavallerie unter dem Kommando von des Tatar Prinzen Japanchi); nordöstlich
befindet sich die Kirche der drei Patriarchen von Alexandria; der Erinnerungstag
der Heiligen wird am selben Tag wie der des Alexander Svirsky begangen.
Die südöstlich gelegene Kirche von Varlaam Hutynsky ist die einzige
Kirche, die nicht mit den Ereignissen des Feldzuges in Zusammenhang
steht.
Der zentrale Tempel besteht aus Tetraeder, Oktaeder und ist mit einer
hellen Oktaedertrommel mit einer goldenen Kuppel gekrönt. Um den unteren
Kreis herum gibt es eine gedeckte Promenade (Galerie). Die Promenadengewölben
basieren auf massiven Säulen mit dekorativen Giebeln auf der Spitze.
Der Ubergang vom Oktaeder zum Zelt ist mit einem Satz von Kokoschniks
verziert. Jede von vier Türmen - Kirchen, die nach vier Himmelsrichtungen
orientiert sind, besteht aus drei Oktaeder, verbunden durch Leisten,
und einer Trommel mit verziertem Haupt. Vier kleine Kirchen sind Tetraeder
auf ihren Diagonalen, der Ubergang zu Trommeln ist aus drei Reihen von
halbkreisförmigen Kokoshniks gebildet.
Das Gebäude hat keine ausgedruckte Hauptfassade, so dass es von allen
Seiten betrachtet werden kann. Die Innenraume der Kirchen sind schlicht.
Das äussere Erscheinungsbild (Darstellung) der Kathedrale ist sehr interessant:
sie sollte eine fantastische "Paradiesstadt" darstellen. Mit vollem
Recht zählt man die Kathedrale zu den grössten Architektur- und Baukunstdenkmaler
der Welt. Heutzutage ist die Kathedrale eine Filiale des Staatlichen
Historischen Museums. Der erste Gottesdienst wurde am 14. Oktober 1991
abgehalten, es werden aber keine regelmässige Gottesdienste durchgeführt.